
Wie viel Gold gibt es auf der Welt?
Rund 222.600 Tonnen Gold gibt es auf der Welt, zusammen ein Würfel von nur 22,6 Metern Kante. Wir zeigen, wofür das Gold verwendet wird, wer die größten Reserven hält und wie viel Deutschland besitzt.
Wie viel Gold gibt es auf der Welt? Nach Schätzung des World Gold Council wurden bis Ende Juni 2026 rund 222.600 Tonnen Gold gefördert, und fast alles davon ist noch vorhanden. Zu einem einzigen Würfel gegossen, hätte dieses Gold eine Kantenlänge von nur rund 22,6 Metern. Auf jeden Menschen kämen rechnerisch knapp 27 Gramm.
Als gilt alles Gold, das jemals aus der Erde geholt wurde: Schmuck, Barren, Münzen, die der Notenbanken und das Gold in Technik und Zahnersatz. Weil Gold nicht rostet und kaum verloren geht, ist dieser Bestand fast so groß wie die gesamte Förderung der Menschheitsgeschichte. Rund zwei Drittel davon wurden erst seit 1950 gefördert.
Da jedes Jahr neues Gold aus Minen hinzukommt, wächst die Zahl stetig. Ende 2024 lag die Schätzung noch bei rund 216.000 Tonnen. Die weltweiten Mengen in diesem Beitrag sind Schätzungen mit dem jeweils genannten Stichtag.
Gold der Welt als Würfel: rund 22,6 Meter Kantenlänge
Dass die gesamte Goldmenge der Welt in einen so kleinen Block passt, liegt an der hohen des Metalls. Reines Gold wiegt 19,32 Gramm je Kubikzentimeter, ein Liter Gold also gut 19 Kilogramm. Eine Tonne Gold passt in einen Würfel mit rund 37 Zentimetern Kantenlänge.
Mit 22,6 Metern wäre der Würfel etwa so hoch wie ein Wohnhaus mit sieben bis acht Geschossen, wenn man rund drei Meter je Geschoss rechnet. Seine Grundfläche von gut 500 Quadratmetern entspricht ungefähr zwei Tennisplätzen, gemessen an den äußeren Spielfeldlinien.
Teilt man die Menge durch die rund 8,3 Milliarden Menschen, die die Vereinten Nationen für 2026 schätzen, kommen auf jeden knapp 27 Gramm. Das ist etwas weniger als eine Feinunze mit 31,1 Gramm. Nach aktuellem Feingoldpreis wären 27 Gramm rund 3.011,97 € wert (Stand 01.11.2026, 22:30 Uhr). Angenommen, ein Gramm Feingold kostet 100 Euro, wäre der gesamte Bestand rund 22,3 Billionen Euro wert. Das ist eine reine Rechengröße, denn dieser Bestand wird nie auf einmal gehandelt.
Wofür das Gold der Welt verwendet wird
Der World Gold Council schlüsselt den Bestand nach Verwendung auf. Fast die Hälfte steckt in Schmuck, gut ein Fünftel in Barren und Münzen. Die Zentralbanken halten knapp ein Fünftel als Teil ihrer .
| Verwendung | Tonnen | Anteil |
|---|---|---|
| Schmuck | rund 99.700 | 45 % |
| Barren und Münzen | rund 47.800 | 21 % |
| Zentralbanken | rund 39.000 | 18 % |
| außerbörslich gehaltenes Anlagegold | rund 10.000 | 4 % |
| börsengehandelte Goldfonds | rund 4.000 | 2 % |
| Sonstiges, inklusive Industrie | rund 22.100 | 10 % |
| Gesamt | rund 222.600 | 100 % |
Schätzung des World Gold Council, Stand Ende Juni 2026, gerundet. Sonstiges umfasst Gold in Technik und Industrie sowie Bestände ohne genaue Zuordnung.
Für Verkäufer ist die erste Zeile die wichtigste. Schmuck ist der größte Goldspeicher der Welt, und ein Teil davon liegt in Schubladen und Schmuckkästchen, oft über Generationen vererbt. Aus diesem Bestand speist sich das Altgold, das jedes Jahr zurück in den Kreislauf kommt.

Wer hat das meiste Gold? Die größten Goldreserven
Unter den Staaten liegen die USA mit weitem Abstand vorn. Mit rund 8.133 Tonnen halten sie fast zweieinhalbmal so viel Gold wie Deutschland auf Platz zwei. Auch der Internationale Währungsfonds besitzt große Bestände und steht in einer gemeinsamen Rangliste auf Platz drei.
| Rang | Land oder Institution | Tonnen |
|---|---|---|
| 1 | USA | rund 8.133 |
| 2 | Deutschland | rund 3.350 |
| 3 | Internationaler Währungsfonds | rund 2.814 |
| 4 | Italien | rund 2.452 |
| 5 | Frankreich | rund 2.437 |
| 6 | China | rund 2.346 |
| 7 | Russland | rund 2.283 |
| 8 | Schweiz | rund 1.040 |
| 9 | Indien | rund 880 |
| 10 | Japan | rund 846 |
Offizielle Goldreserven laut World Gold Council auf Basis von Daten des Internationalen Währungsfonds, Meldestand überwiegend Mitte 2026, gerundet. Die Reihenfolge von China und Russland kann sich je nach Meldemonat ändern.
Die Zahlen beruhen auf den Meldungen der Zentralbanken. Einige Notenbanken haben in den vergangenen Jahren viel Gold gekauft, darunter China und Polen. Polen folgt mit gut 600 Tonnen direkt hinter den ersten zehn.
Wie viel Gold hat Deutschland?
Die Deutsche Bundesbank hielt Ende 2025 rund 3.350 Tonnen Gold. Gut die Hälfte davon, 1.710 Tonnen, lagert in den eigenen Tresoren in Frankfurt am Main. In New York verwahrt die US-Notenbank 1.236 Tonnen, rund 37 Prozent. In London liegen 404 Tonnen, rund 12 Prozent, bei der Bank of England. Diese Aufteilung besteht im Kern seit 2017, als die Bundesbank Gold aus Paris und New York nach Frankfurt geholt hatte.
Zu einem Würfel gegossen, ergäbe das Gold der Bundesbank eine Kantenlänge von rund 5,6 Metern. Angenommen, ein Gramm Feingold kostet 100 Euro, wären die 3.350 Tonnen rund 335 Milliarden Euro wert.
Privat besitzen die Menschen in Deutschland vermutlich deutlich mehr. Eine repräsentative Befragung aus dem ersten Quartal 2026 kommt hochgerechnet auf rund 9.200 Tonnen in privaten Haushalten, davon rund 5.500 Tonnen in Barren und Münzen und der Rest vor allem in Schmuck. Das ist eine Schätzung, keine Zählung. Für Indien nennen gängige Schätzungen rund 25.000 Tonnen in Haushalten und Tempeln, einzelne Schätzungen liegen noch höher.
Wie viel Gold jedes Jahr dazukommt
Nach den Zahlen des World Gold Council förderten die Minen 2025 nach ersten Schätzungen rund 3.670 Tonnen Gold. Hinzu kamen rund 1.400 Tonnen aus dem , also aus eingeschmolzenem Schmuck und anderem Altgold. Zusammen ergab das ein Angebot von rund 5.000 Tonnen, davon war gut ein Viertel, rund 28 Prozent, recyceltes Gold.
Eine Jahresförderung von rund 3.670 Tonnen ergäbe einen Würfel mit knapp 5,8 Metern Kantenlänge, also nur wenig größer als der Würfel aus dem Gold der Bundesbank. Recycling vergrößert den Bestand dagegen nicht, denn dieses Gold war schon vorhanden. Es kommt nur zurück auf den Markt.
Der US Geological Survey kommt mit anderen Quellen und Schätzverfahren auf eine Weltförderung von rund 3.300 Tonnen für 2025. Die größten Förderländer waren nach dieser Schätzung:
- China mit rund 380 Tonnen
- Russland mit rund 310 Tonnen
- Australien mit rund 280 Tonnen
- Kanada mit rund 200 Tonnen
- USA mit rund 160 Tonnen
Zusammen standen diese fünf Länder für rund 41 Prozent der weltweiten Förderung. Dass zwei Statistiken unterschiedliche Werte nennen, ist bei Gold üblich. Für das Gesamtbild zählt die Größenordnung mehr als die genaue Tonne.
Wie viel Gold liegt noch in der Erde?
Der US Geological Survey beziffert die weltweiten Reserven in seinem Bericht vom Februar 2026 auf rund 66.000 Tonnen. Als Reserven gelten Vorkommen, die sich nach heutigem Wissen und zu heutigen Kosten wirtschaftlich abbauen lassen. Die größten Reserven weist der Bericht für Australien und Russland aus.
Der World Gold Council nennt mit Stand Mitte 2026 rund 61.000 Tonnen Reserven. Daneben führt er rund 114.400 Tonnen auf. Das sind Vorkommen, über die noch weniger geologisches Wissen vorliegt, sodass unsicher ist, ob sich ein Abbau lohnt. Beide Größen ändern sich, wenn sich Preise, Technik oder Erkundung ändern. Eine feste Reichweite in Jahren lässt sich daraus deshalb nicht ablesen.
Was das für Ihr Altgold bedeutet
Gold verschwindet nicht, es wechselt nur die Form. Ein alter Ring aus dem Schmuckkästchen wird beim Ankäufer geprüft und gewogen, später eingeschmolzen und in einer Scheiderei zu Feingold gereinigt. Danach kann daraus ein Barren, eine Münze oder ein neues Schmuckstück werden. Recycling ist deshalb kein Randthema, sondern ein fester Teil des jährlichen Angebots.
Aus der begrenzten Menge lässt sich allerdings kein Preis für morgen ableiten. Der Goldpreis hängt von Zinsen, Wechselkursen, der Nachfrage der Zentralbanken und vielen weiteren Einflüssen ab. Das Magazin gibt keine Anlageberatung und keine Prognosen. Für Ihren Verkauf zählen der aktuelle Kurs und ein fairer Anteil daran.
Alles Gold der Welt passt in einen Würfel von 22,6 Metern Kante, ein kleiner Teil davon liegt vielleicht in Ihrer Schublade.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.


